Rosenheimer Mineralien und Fossiliensammler e.V.

Südtirol    07.-09.10.2005

Exkursion Südtirol vom 07.- 09.10.2005

„Dolomysthisches“ Südtirol

Dichte Wolken verhießen nichts Gutes als wir am frühen Morgen des 07.10.05 in Richtung Mittersill starteten und schon nach wenigen Kilometern tauchte Regen die Landschaft in gleichmäßiges Grau. Im Bus bedrückte Stimmung ......

Kurzzeitig sorgte die neu gestaltete Mineralienausstellung im Felberturm - Mittersill für Gesprächsstoff, dann wieder sorgenvolle Blicke in den Himmel. Im kärntnerischen Winklern angekommen, goss es schließlich in Strömen. Nichts war von der reizvollen Umgebung des Mölltales zu sehen. Um so eindrucksvoller wirkten die in luftiger Konstruktion von Dr. Georg Kandutsch präsentierten Mineralienstufen im Mautturm, die nach einem üppigen Mittagessen besichtigt wurden. Dann ging es weiter nach Innichen, unserem Zielort.  

Schnell verging der Abend in Winnebach mit Südtiroler Köstlichkeiten und manchem Glas Wein. – Draußen Regen. Der nächste Tag: sorgenvolle Blicke nach oben, die Berge wolkenverhangen aber – trocken ! Also nichts wie los nach Teis zum Mineralien suchen. Nach knapp einer Stunde Fahrzeit waren wir da. (die engen Gassen in Teis erwiesen sich als echte Herausforderung für unseren Busfahrer), doch bevor es losging, wollten wir uns im Teiser Heimatmuseum noch über die Fundmöglichkeiten informieren. Da lagen sie nun vor uns, die berühmten Teiser Kugeln! Wir staunten nicht schlecht über die Funde des Lokalsammlers Paul Fischnaller. Schließlich informierte ein Kurzfilm über die kraftraubende Gewinnung der Basaltgeoden mit schwerem Gerät. Angesichts unserer Geologenhämmerchen kamen Zweifel auf: Werden wir überhaupt etwas finden können?

Beim Verlassen des Museums erwartete uns – die Sonne, endlich! Nach einer kleinen Brotzeit ging es über einen kurzen Fußmarsch zu den Fundstellen. Eine große Halde bot genügend Material und schon wurde mit Eifer gewühlt und gedreht, Basalt zertrümmert und – man glaubt es kaum – gefunden! Die Taschen und Rucksäcke füllten sich zusehends, uns so mancher hatte auf dem Rückweg ganz schön zu schleppen.

Mehr als zufrieden kehrten wir nach Innichen zurück und ließen uns am Abend im Privatmuseum Michael Wachtler – Dolomythos – vom urweltlichen Ambiente bei Spaghetti, Frutti di Mare und reichlich Rotwein verzaubern. Die anschließend von der „Chefin“ servierte, hausgemachte Tiramisu hätte mancher am liebsten mit nach Hause genommen! Kein Wunder, dass es spät wurde, sehr spät!

Heimreise: Etwas übernächtig wirkten manche Gesichter, als wir uns bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Bruneck auf den Heimweg machten.

Doch zunächst war noch ein Abstecher ins Ahrntal geplant. Spätestens während der Besichtung einer der bedeutendsten privaten Mineraliensammlungen der Ostalpen waren alle wieder hellwach. Josef Kirchler, ehemals einer von den „ganz Großen“ Strahlern im Ahrntal, zeigte uns mit Stolz sein Lebenswerk. Noch nie hatten die meisten von uns derart große und perfekte alpine Mineralienstufen gesehen.

Dann ging es weiter das Ahrntal entlang bis zum Talschluss nach Prettau. Kaiserwetter! Der Großteil der Gruppe betätigte sich noch bergmännisch und fuhr in das historische Kupferbergwerk ein.

Vor der herrlichen Bergkulisse der Rieserferner – Gruppe war noch Zeit für ein ausgiebiges Mittagessen mit anschließendem Verdauungsspaziergang. 

Dann aber hieß es endgültig: Abschied nehmen - Zufrieden und das Herz voller positiver Eindrücke machten wir uns auf den Heimweg: Südtirol – wir kommen wieder!